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"Nacht van Ameland" ein voller Erfolg!

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In der Klever Stadthalle hat die DJK Rhenania Kleve ihr 60-jähriges Bestehen und den 50. Geburtstag ihres Ferienlagers auf der niederländischen Insel Ameland gefeiert. 130 Insulaner sorgten für Stimmung, Städtepartnerschaft angekündigt. Mehr als 550 Gäste, eine Feier bis weit nach Mitternacht und ganz viele Erinnerungen an 50 Jahre Ferienlager auf dem Eiland: Die "Nacht van Ameland" war für Veranstalter, Teilnehmer und Besucher gleichermaßen ein voller Erfolg. Und als wären das runde Jubiläum der Lager und der 60-jährige Geburtstag der DJK Rhenania Kleve rund um ihren Vorsitzenden Theo Broekmans nicht schon Grund genug zum Feiern gewesen, setzten der Bürgermeister Kleves, Theo Brauer, und der Bürgermeister von Ameland, Albert de Hoop, direkt zu Beginn noch einen drauf.

So kündigten sie an, das enge Band der Freundschaft, das die Schwanenstadt und die Watteninsel seit 1921 verbindet, jetzt auch offiziell festhalten zu wollen. Eine Städtepartnerschaft soll noch bis zum Ende diesen Jahres auf den Weg gebracht werden. Den symbolischen Handschlag der Bürgermeister gab es schon auf der Bühne der Stadthalle. Beide hatten sich übrigens im vergangenen Jahr kennengelernt, als eine Klever Delegation mit dem Plattbodenschiff nach Ameland reiste. Die letzte Etappe fuhr Bürgermeister de Hoop mit, das erste – unvergessliche – Treffen mit Brauer habe bei Windstärke sieben stattgefunden, wie sie erzählten. Bei aller Euphorie: Bevor die Städtepartnerschaft schriftlich festgehalten werden kann, müssen die jeweiligen Räte noch offiziell zustimmen.

"De Hollumer Gromkes" sorgten für mächtig Stimmung und rissen die mehr als 550 Besucher in der Stadthalle von den Sitzen.

Einen ausdrücklichen Dank gab es auch an den Organisator des Abends, Helmut Vehreschild. Der "Motor" und "Mr. Ameland", wie Bürgermeister Brauer ihn nannte, stehe stellvertretend für alle Helfer, die sich bereits seit Jahrzehnten für die tiefe Verbindung der beiden Gemeinden einsetzen. "Ich bin sehr berührt und dankbar, dass es die vielen Helfer gibt. Wenn es euch nicht gäbe, Kleve wäre viel ärmer", sagte Brauer. Vehreschild wollte lieber nicht so viele Worte verlieren und die über 130 angereisten Insulaner selber sprechen lassen – oder zumindest die Musik, die sie mit nach Kleve brachten.

Von Irish-Folk bis Shanty-Chor, von den Dudelsäcken der "Islanders" bis zur Brassband "Canite Tuba Ameland" – Abwechslung war den gesamten Abend über Programm. Die Stimmung auf den absoluten Höhepunkt brachten aber "De Hollumer Gromkes", die, nachdem sie bereits tagsüber die Klever Innenstadt unsicher gemacht hatten, am Abend auch die Gäste der "Nacht van Ameland" von ihren Sitzen rissen. Sogar die sagenumwobene "Ritskemooi" kam mit nach Kleve.

Durch den Abend führte der Inselbewohner Jan Verbiest, der ankündigte: "Wir feiern heute als eine große Familie" – und Recht behielt. Was die jahrzehntelange und grenzübergreifende Freundschaft zwischen Niederländern und Deutschen bedeutet, wird wohl erst deutlich, wenn die Damen der "Amelander Juttersvrouwen" Heinos "Sierra Madre" anstimmen und die komplette Stadthalle, ob Klever oder Ameländer, ob im Schottenrock oder Anzug, Arm in Arm schunkelnd einstimmt.

Großer Dank galt da natürlich den Gründungsvätern der DJK, den Pionieren des Vereins. Darum wurden Erich Nuy, Hans Bermen, Norbert Risch, Albert Westerfeld, Horst Bons und Helmut Menting auf der Bühne geehrt, ehe dort das große Finale mit allen beteiligten Musikern stattfand. Das "mooiste stukje buitenland" hat sich in Kleve prächtig präsentiert.

Quelle: Rheinische Post (VON LUDWIG KRAUSE)